Inhaltsverzeichnis:
- Bielefeld Baumheide Spielplatz
- Bielefeld Brake
- Ermittlungen und Sprengmittel
- Reaktionen und weitere Unfälle
Bielefeld Baumheide Spielplatz
Gegen 23.30 Uhr kam es im Stadtteil Baumheide in Bielefeld zu einer Explosion auf einem Spielplatz. Ein 18-Jähriger erlitt dabei schwerste Kopfverletzungen. Nach Angaben der Ermittler hatte er sich im Moment der Zündung über ein mitgebrachtes Kunststoffrohr gebeugt. Darin befand sich der Sprengkörper.
Rettungskräfte trafen kurze Zeit später ein. Sie versuchten den jungen Mann zu reanimieren. Der Versuch blieb erfolglos. Er starb noch am Unfallort. Ein 20-Jähriger erlitt leichte Verbrennungen im Gesicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Zeuge schilderte, er habe einen lauten Knall gehört und sei sofort nach draußen gelaufen. Dort habe sich eine Gruppe aufgehalten. Ähnliche Einsatzlagen waren den Behörden bereits aus anderen Fällen bekannt, mehr hier.
Bielefeld Brake
Kurz nach Mitternacht ereignete sich ein weiterer tödlicher Vorfall. Im Stadtteil Brake wurde ein zweiter 18-Jähriger durch selbstgebaute Pyrotechnik tödlich verletzt. Trotz sofortiger Reanimationsversuche starb er später im Krankenhaus.
Die Behörden teilten mit, dass der Mann aus Hiddenhausen im Kreis Herford stammte. Zwischen den beiden Opfern bestand nach bisherigen Erkenntnissen keine persönliche Beziehung. Beide Vorfälle ereigneten sich unabhängig voneinander. Hinweise auf identische Sprengmittel liegen derzeit nicht vor.
Ermittlungen und Sprengmittel
Polizei und Staatsanwaltschaft leiteten in beiden Fällen Todesermittlungsverfahren ein. Die genaue Art und Beschaffenheit der verwendeten Sprengmittel ist bislang nicht bekannt. Gutachter sollen die Überreste untersuchen. Auch die Herkunft der Materialien wird geprüft.
Bekannt ist der Ablauf unmittelbar vor den Explosionen:
- Beide Opfer beugten sich über Kunststoffrohre
- Die Zündung erfolgte direkt im Rohr
- Die Explosionen entwickelten eine hohe Sprengkraft
Die Ermittler gehen aktuell von selbstgebauter Pyrotechnik aus. Vergleichbare Untersuchungen gab es in der Region bereits, etwa bei einer Bombe in Bielefeld.
Reaktionen und weitere Unfälle
NRW-Innenminister Herbert Reul äußerte sich zu den Vorfällen. Er sprach den Familien sein Beileid aus und sagte wörtlich „Die Todesfälle in Bielefeld sind tragisch, weil sie sinnloser kaum sein könnten.“
Auch in anderen Teilen Deutschlands kam es zu schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. Das Unfallkrankenhaus Berlin meldete bislang 25 Patienten. Bei ihnen mussten Finger oder Teile der Hand vollständig oder teilweise amputiert werden
Quelle: WDR, MILEKCORP
FAQ
Wo ereignete sich der erste tödliche Unfall in Bielefeld?
Der erste tödliche Unfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr auf einem Spielplatz im Stadtteil Baumheide in Bielefeld.
Wie viele Menschen kamen in der Silvesternacht ums Leben?
In der Silvesternacht starben zwei 18-jährige Männer unabhängig voneinander durch selbstgebaute Pyrotechnik.
Welche Verletzungen erlitten die Opfer?
Beide Todesopfer erlitten nach Angaben der Ermittlungsbehörden schwerste Kopfverletzungen.
Gab es weitere Verletzte bei den Vorfällen?
Bei dem Unfall in Baumheide erlitt ein 20-jähriger Mann leichte Verbrennungen im Gesicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Kannten sich die beiden Opfer?
Nach bisherigen Erkenntnissen bestand zwischen den beiden Getöteten keine persönliche Beziehung.
Was ist über die verwendete Pyrotechnik bekannt?
Die genaue Art und Beschaffenheit der selbstgebauten Sprengmittel ist bislang nicht bekannt und wird von Gutachtern untersucht.
Wie reagierten die Behörden auf die Todesfälle?
Polizei und Staatsanwaltschaft leiteten Todesermittlungsverfahren ein, NRW-Innenminister Herbert Reul sprach den Familien sein Beileid aus.
Kam es auch in anderen Regionen zu schweren Silvesterunfällen?
Ja, auch in anderen Teilen Deutschlands kam es zu schweren Unfällen mit Pyrotechnik, unter anderem in der Nähe von Rostock und in Berlin.